PIAZZE, LOGGE, VIE STORICHE

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Via Fiorentina a Bagno di Romagna

Fiorentina Straße in Bagno di Romagna

Dabei handelt es sich um die Straße, die das Herzen von Bagno durchquert. Einst war sie zwischen den Toren Porta Fiorentina und Porta Romana eingeschlossen: Ersteres wurde 1871 abgerissen, „um dem Weiler Luft zu geben", das zweite folgte dem gleichen Schicksal im Jahr 1888. Darauf blicken Palazzi mit den klaren toskanischen Konturen. Von Piazza Ricasoli aus kreuzt die Straße die feine kleine Loge Loggetta Lippi, die von dem vor kurzem renovierten Palazzo Dei überragt ist, der bis zum 17. Jh. Bestandteil des Kamaldulenserklosters war. Nebenan, an der Hausnummer 7, gibt es eine Wohnung, in der, wie der kleine Gedenkstein aus dem 19. Jh. zeugt, am 20. Januar 1498 das Wunder der „Madonna del Sangue" (auf Dt. Blutmadonna) stattfand. Gegenüber (Hausnr. 18) steht der Palazzo Salvetti aus dem 18. Jh. mit Adelswappen auf den Querbalken über dem Eingang, einem feinen schmiedeeisernen Balkon und einem Gedenkstein, der darauf hinweist, dass im Jahre 1834 hier der Großherzog von Toskana Leopold II. Habsburg-Lothringen zu Gast war. In die Fassade öffnet sich auch die Gasse Vicolo del Voltone, die in die Via Palestro führt. Ein weiteres elegantes Gebäude aus dem 17./18. Jh. mit vornehmlich toskanischen Zügen ist Palazzo Malvisi, dessen Fassade 1840 nachgebaut wurde: Über dem Eingangstor liest man ein subtiles lateinisches Wortspiel „Ostium non hostium" (Tor für die Freunde). Daneben liegt der Palazzo del Capitano, sog. Palast des Hauptmanns: Die an der Fassade angebrachten Steinwappen sind die besten Zeugen der langen Herrschaft von Florenz. Die gegenüberliegende Seite der Straße ist ganz von der Thermalanstalt besetzt, die heute „Hotel Terme S. Agnese" heißt und die sich im Laufe der Jahrhunderte allmählich erweitert und den gesamten Block einverleibt hat. Im Jahre 1910 wurde der Flügel an der Ecke mit Via delle Terme im Renaissancestil mit dem unteren Teil aus Bossenquadern und Giebelfenstern errichtet, dem 1969-1970 das Theater aus dem 18. Jh., namens „Teatro dei Ravviati", und die Gerichtskanzlei eingegliedert wurden, während der Palazzo Grisolini aus dem 17. Jh. erst in jüngeren Jahren hinzugefügt wurde.

Anreise

In unmittelbarer Stadtmitte.

lun, 12 giu 2017 10:17:23 +0000