PARCHI, RISERVE NATURALI

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Riserva naturale integrale di Sassofratino


Integrales Naturreservat Sasso Fratino

Sasso Fratino ist ein integrales Naturreservat – im Jahr 1959 eingerichtet und das allererste überhaupt in Italien - – und darf daher in seinem Inneren keinerlei Änderungen unterzogen werden. Hier wird Naturschutz in seiner Gesamtheit verstanden, d. h. Pflanzen- und Tierarten, Felsen, Boden, Gewässer sind mit inbegriffen. Es wird hier keine Forstaktivität ausgeübt: Die Pflanzen werden nicht geschnitten und vermehren sich auf natürliche Weise, gefallene Bäume werden auf dem Boden gelassen, wo sie von Pilzen, Insekten und Mikroorganismen befallen werden, die somit ihren Abbau fördern. Das Ziel des Reservats liegt in der integralen Aufbewahrung eines seltenen Waldes zu wissenschaftlichen Zwecken, in dem das natürliche Gleichgewicht nicht verändert wird. Soweit möglich soll er den Urwäldern ähnlich werden, die vor tausenden von Jahren Europa bemäntelten. Das 764 ha große Gebiet, nahezu vollständig im Verwaltungsbereich der Gemeinde Bagno di Romagna, dehnt sich auf der steilen nordöstlichen Seite aus, die sich vom von Poggio Scali (1.520 m) überragten Kamm bis zur Straße erstreckt, die vom La Lama-Wald zur Brücke Ponte alla Sega (650 m) und zum Wassergrab Fosso delle Macine führt. Ein verborgener, nahezu undurchdringlicher Winkel im Herzen des Parks „Parco Nazionale delle Foreste Casentinesi", wo die schroffe Bodenbeschaffenheit seit jeher das Sammeln von Holz, das Weiden und das Roden beschränkt haben. Im Jahr 1914 wird sein Gebiet Teil der Forstdomäne des italienischen Staats, zusammen mit dem mittleren Kern des Waldes Foreste Casentinesi. 1959 wird ein etwa 110 ha großer Teil für jeglichen Zugang und Eingriff gesperrt. Diese Entscheidung ist der erste konkrete Akt für eine Naturschutzpolitik; später haben unterschiedliche Dekrete den Umfang des integralen Naturreservats Sasso Fratino bis zu den gegenwärtigen 764 ha erweitert.
Im Wald kommen jahrhundertealte und riesengroße Bäume vor, meistens Weißtannen und Buchen, denen viele weitere Baumarten (Berg-, Spitzahorne, Bergulme, Linden, Eschen, Eiben) hinzukommen. Die genetische Vielfalt beschränkt sich nicht nur auf Bäume, so dass angesichts seines unschätzbaren biologischen Wertes das Reservat 1985 das Diplom des Europarats erhielt, das später noch zweimal bestätigt wurde.

Kontakte
Telefon: 0039 0543971375 - Fax: 0039 0543973034
info@parcoforestecasentinesi.it - http://www.parcoforestecasentinesi.it
Anreise

Der Zugang ist streng verboten und nur aus Studienzwecken erlaubt.

mer, 19 lug 2017 09:51:34 +0000